Escrima ist als Philippinische Kampfkunst bekannt,die sich vornehmlich
dem Waffengebrauch widmet. Weitestgehend unbekannt ist,dass diese
Kampfkunst zu etwa 80% europäischen Einflusses ist. Escrima
ist(war) ,die in spanischen Diensten stehenden philippinischen Vasallen
praktizierte Verbindung, aus europäisch-asiatischer
Kampfkunst,
die über die Jahrhunderte eine eigene
Kampfkunst-Identität
entwickelte. Wir sind der Escrima Training Federation angeschlossen.
Die waffenlosen Konzepte im Escrima basieren ganz wesentlich auf dem sogenannten Ignoranzprinzip und Spontanreaktionen, die ohne muskuläre Vorspannung auskommen. Das Ignoranzprinzip löst - überraschend einfach und wirkungsvoll - eine Vielzahl von Problemen, die einen bei Bedrohungen und Angriffen bedrängen: Wie halte ich mir den Aggressor trotz unterschiedlichster Angriffsmöglichkeiten vom Leib? Wie gehe ich mit dem Stress um, bedroht zu werden? Und wie mache ich mich so ungenießbar, dass er von mir ablässt? In seiner konsequentesten Form wurde das Ignoranzprinzip im Laufe der Geschichte in Europa verwirklicht - durch die Entwicklung der Schusswaffen: Denn mit der Pistole in der Hand spielt es natürlich keine Rolle mehr, ob man von links oder rechts, von einem starken oder schnellen Gegner, mit einem Faustschlag, einem Fußtritt oder einer Waffe attackiert wird - die Handlung des Verteidigers bleibt immer gleich. Was einerseits den Reaktionsstress wesentlich reduziert und dadurch andererseits die Erfolgschancen enorm steigert.
Ähnlich funktioniert das auch beim waffenlosen Escrima:
Einfach - durch aktives Pushen (schubsen) und die einzigartige Crossguard mit dem "Figur-8"-Prinzip wird es gleichgültig, wie uns der Gegner angreift, das Reagieren auf verschiedenste Angriffe wird überflüssig, der nervliche Stress wird geringer, und der Verteidiger bleibt - statt zu erstarren - handlungsfähig.
Effektiv - durch muskelvorspannungsfreie Spontanreaktionen kommt man dem Angreifer leicht zuvor, die spezielle F8-Eingangstechnik und die Push & Pull -Technik (spezielle Schock- und Kontrollaktionen mit hohem Frequenzdruck, die das Gehirn des Aggressors überfrachten) und spezielle Beinarbeit (U-Schwungprinzip) lassen Angriffe wie Schläge oder Tritte wirkungslos im Sande verlaufen, weil der Angreifer über seine schwachen Flanken aus dem Gleichgewicht gebracht und dadurch kontrolliert wird. Durch raffinierte Schlagaktionen mit der offenen Hand, die auf Grund sogenannter Schwungraumausnutzungs-Energien sehr kurz, praktisch unvorhersehbar und wirkungsvoll sind, wird der Angreifer gestoppt und falls notwendig letztlich kampfunfähig.
Flexibel - sollte einen der Angreifer doch mal packen können, setzen sofort die balancebrechenden sogenannten "Bohr-Techniken" (Nervenpunktattacken) ein, deren extremer Schmerz ihn auf der Stelle zum loslassen zwingt, ohne gleich nachhaltige Schäden zu verursachen. Im äußersten Notfall - und erst dann! - lassen aber auch Mittel einsetzen, die einen Aggressor nachhaltig stoppen.
Intelligent - wesentlicher Bestandteil der praktischen Anwendungen ist ein spezifisches Opfer-Täter Verhaltenstraining, mit dessen Hilfe sich bedrohliche Situationen auch auf der mentalen Ebene beeinflussen und sogar entscheiden lassen.
Man erlernt hier im Escrima überlieferte Techniken zum Gebrauch von Schwert, Schwert und Schild, Doppelschwert, Speer u.a. die ursprünglich für Duell und Schlachtfeld gedacht waren, sowie den traditionellen Vollkontakt-Stockkampf. Auch hier wird mit entsprechender Schutzausrüstung realistisch gefochten bzw. gesparrt.
Die Gruppe hat sich der Escrima Training Federation unter Bernd Schubert einem langjährigen Schüler von Rene Latosa sowie Brasil, Concon und Navales angeschlossen.